Jugendfahrt nach Taizé
Am Dienstagmorgen machten wir uns um 6 Uhr mit zwei Kleinbussen auf den Weg nach Frankreich. Nachdem wir in der dunklen Frauenkapelle den Reisesegen erbeten hatten, begaben wir uns auf den zehnstündigen Weg nach Lyon. Dort wurden wir von sintflutartigen Regenfällen empfangen und flüchteten uns sogleich in ein kleines, aber sympathisches Lokal in der Innenstadt. Übernachten "durften" wir in einer Pension, die uns auf die einfachen Lebensverhältnisse in Taizé hervorragend vorbereitete. Dennoch starteten wir am Mittwoch fröhlich und bei deutlich besserem Wetter in einen programmreichen Tag, der uns nach der Besichtigung Lyons über Ars und Cluny nach Taizé führte.
Direkt nach unserer Ankunft wurden wir und alle anderen durch Glockenläuten zum Abendgebet gerufen. Diese Gebete (morgens, mittags, abends) dauern jeweils ca. 30 Minuten und bestehen aus vielen Gesängen, Lesungen und einer zwischen fünf und zehn Minuten dauernden Stille. Morgens gab es nach Alter gestaffelte Bibeleinführungen und Diskussionen mit Altersgenossen, nachmittags Freizeit oder Arbeiten, die erledigt werden mussten. Hierbei bot sich die Chance mit Jugendlichen aus anderen Teilen der Welt ins Gespräch zu kommen. Wir trafen unter anderem einige Polen, andere Deutsche und viele Spanier, mit denen wir versuchen werden, über das Internet in Kontakt zu bleiben. Nach dem Abendgebet begab man sich gemeinsam zum "Oyak", einem kleinen Kiosk. Da dies der einzige Ort ist, an dem man nach Ende des Gebets noch Lärm machen darf, befindet sich hier die "Partymeile" Taizés. Einige Jugendliche hatten Instrumente dabei und so wurde viel gesungen, getanzt und gelacht.
Als es am Sonntagmorgen nach der heiligen Messe mit den Kleinbussen wieder zurück nach Bayern ging, waren wir uns alle einig: "Ich will noch nicht wieder nach Hause!!"
Michael Haas

Gruppenfoto vor dem Grab des Heiligen Reinfried

Gruppenfoto in Lyon

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