Die Pfarrei St. Martin
Die Stadtpfarrkirche St. Martin (auch Martinskirche) ist die römisch-katholische Hauptkirche von Marktoberdorf. Der Barockbau ist aufgrund seiner herausgehobenen Stellung über der Stadt weithin sichtbar.

Geschichtliche Entwicklung der Pfarrei:
- Bereits im 8. Jahrhundert stand am Ort der heutigen Kirche eine Reichshofkirche des fränkischen Reichshofs Bertoldshofen
- Im Mittelalter entstand die eigenständige Pfarrei St. Martin aus der Urpfarrei Altdorf
- Erster Pfarrer war im 12. Jahrhundert ein gewisser Adalgoz
- Teile der ersten Pfarrei waren auch die heute eigenständigen Pfarreien Wald, Sulzschneid, Leuterschach und Thalhofen
- Seit 2005 gibt es die Pfarreiengemeinschaft St.Martin- St.Magnus- Marktoberdorf
Baugeschichte der Stadtpfarrkirche:
Romanischer Bau:
- Um 1200 wird eine neue Kirche im Stil der Romanik errichtet
- Erweiterung im 15. Jahrhundert
- Am 5. Oktober 1437 weiht Weihbischof Johann Haiterbach drei Altäre:
- Einen Choraltar zu Ehren des Hl. Martin von Tours
- Je einen nördlichen und südlichen Altar
- Weitere Umbauten folgen bis ins 18. Jahrhundert hinein
Barocker Neubau:
- Baubeginn 1732 unter Baumeister Johann Georg Fischer, einem Marktoberdorfer
- Der Grundriss des Chorraumes und der mittelalterliche Turm bleiben erhalten
- Weihe am 28.09.1738 durch Generalvikar Johann Adam Nieberlein
- 1747: Hochaltar als Schranke zwischen Chorraum und Sakristei
Renovierungen:
- 1856-1858: Umgestaltung im klassizistischen Stil(farbiger Stuck wird weiß übermalt)
- 1936/37: Wiederherstellung des Zustands zur Erbauungszeit
- 2004-2008: Außen- und Innenrenovierung


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